hardcoal records
hardcore mit herz ausm pott

Was hat dich dazu gebracht, das Label »HardCoalRecords« ins

Leben zu rufen?

 

Angefangen hat das Ganze Anfang 2011. Ich habe für Freunde und Bekannte Vinyl als Sammelbestellungen aus Übersee importiert, was hier in den Distros nicht erhältlich war. Durch die Aktivität auf »Slamdancers.com« und den Bekanntenkreis auf Konzerten, hat sich die Anfrage relativ schnell für bestimmte Releases erhöht, sodass ich Mitte 2011 das ganze offiziell als Kleingewerbe angemeldet und den Webstore ins Leben gerufen habe.

Meine Intention war es von Anfang an aber auch selbst Aufnahmen zu veröffentlichen und kleineren Bands eine Plattform zu bieten. Als Student mussten da aber erst mal kostenbewusst Tapes und CD’s herhalten. Zum Vinyl bin ich leider erst zum vorläufigen Ende von HardCoalRecords gekommen. Mit »Still Ill« aus Aachen hatte ich von Anfang an eine super Truppe, die meiner Arbeit vertraut haben. Mit der Split CD mit »On The Run« wurde dann auch der Sprung zu einem professionellen Release gemacht. Danke an der Stelle an die Jungs und viel Erfolg weiterhin. Bei »Demons Run Amok« haben sie mit Sicherheit das nächste Level erreicht, um noch mehr durchzustarten. Danke auch an »No Regrets«, »Race Riot 59« und »Violent Offense«, die trotz räumlicher Entfernung nach Übersee mit mir zusammen gearbeitet haben und an die Locals von »Alles war gut«.

 

Was verbindest du persönlich mit dem Ruhrgebiet? Dein Name

lässt  ja schon auf deine Herkunft schließen – wie wichtig war dir

auch für das Label der regionale Bezug?

 

Im Ruhrgebiet fühle ich mich einfach zuhause. Geboren in Duisburg und aufgewachsen in Witten, mit der Affinität besonders zur Hardcoreszene im Pott, musste ich das Label auch dieser Gegend widmen. Der Name »HardCoalRecords« war schnell gefunden. Es war sicher, dass ein Bezug zu Stahl oder Kohle bestehen soll. Und mit der Übersetzung Hard Coal (dt. Steinkohle) und der Nähe zum Begriff Hardcore war die Namenswahl gefallen.

 

Wie einfach war es für dich in der Hardcore Szene Fuß zu fassen,

wenn man so etwas Zeitaufwändiges wie ein Label auf die Beine stellt? Du warst ja auch vor dem Label aktiver Besucher auf Shows…

 

Wie bereits erwähnt, war ich einige Jahre vorher schon auf Konzerten aktiv und habe Besucher wie auch Veranstalter kennengelernt. Da war es relativ leicht, mit einem Stand auf Konzerten willkommen zu sein. Neben dem eigentlichen Gucken der Bands und gutem Essen, ist es natürlich immer nett, Plattenkisten zu durchstöbern. Klar hat fast jede Band auf den Konzerten einen eigenen Stand, Distros mit einem größeren Angebot waren eine Zeit lang aber teilweise Mangelware. Hier muss ich auch anmerken, dass der Großteil des Geschäfts auf Konzerten gelaufen ist, nicht über den Webstore, wie anfangs erwartet. Auch wenn es von Konzert zu Konzert wirklich total unterschiedlich war, hat der Webstore eigentlich nur für Verkäufe von eigenen Veröffentlichungen im Zeitraum der Veröffentlichung gedient. Alessia im JZ St. Peter

Duisburg hat mich immer besonders freundlich empfangen und verpflegt. An dieser Stelle ein riesen großes Dankeschön, an solche Momente denkt man gerne zurück. Das soll aber nicht heißen, dass ich woanders schlecht behandelt wurde. Generell war es immer eine gute Zeit. Aber auch »Roy South West Hardcore« aus Darmstadt muss ich ein großes Danke aussprechen. Selbst im Südwesten hat man sich bei dem »D.I.Y.-Spirit« wie zuhause gefühlt.

 

Das ganze Interview findest Du im Printmagazin Ausgabe #1

 

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Interview: Dominik Klimat mit Timo Budzinski

Fotos: Dominik Klimat

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